Der Begegnungsabend zum Valentinstag in Brumby ist in den vergangenen Jahren zu einer schönen Tradition
geworden. Diesmal stand er unter dem Motto " Dem anderen ein Engel sein ".
Brumby. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Spiegelsaal der Gemeinde Brumby am Dienstagabend. Zum
fünften Mal fand hier der Begegnungsabend statt. " Entstanden ist die Idee während einer
Besuchsdienstaktion im Jahr 1999 ", erinnert sich Pastor Gottfried Eggebrecht, " damals suchten wir nach einer
Möglichkeit, den erfolgreichen Begegnungsabend fortzusetzen und kamen auf den Valentinstag. "
Schließlich hat der nach dem Schutzpatron der Verliebten benannte Gedenktag maßgeblich mit der Liebe
zu tun, und da ist ja die Kirche durchaus kompetent. " Es ist besonders wichtig, dass es hier eine Verbindung
gibt, von Jung und Alt, von Christen und Nichtchristen ", erklärt Pastor Eggebrecht weiter. Und so wurde
durchaus mit Bedacht ein kommunales Gebäude für die Veranstaltung gewählt, denn die
Kirchengemeinde möchte sich offen zeigen. " Wertschätzung fängt bei Gastfreundschaft an ", so
Eggebrecht.
Der Spiegelsaal war dem Anlass entsprechend geschmückt. Herzchengirlanden und viele Kerzen auf den liebevoll
gestalteten Tischen sorgten schnell für eine Wohnzimmeratmosphäre. Für die musikalische Umrahmung
waren wieder einmal Kreiskantor Thomas Wiesenberg und Sängerin Yvonne Bonk verantwortlich, die mit
klassischen Stücken und Pop-Balladen das Publikum erfreuten.
Der Abend begann, wie sollte es auch anders sein, mit einem Liebesgedicht von Matthias Claudius. " Für mich
ist alle Liebe ein Abglanz der Liebe Gottes ", erklärt Gottfried Eggebrecht weiter und leitet damit zum
Thema des Abends über : Engel. Auf die Frage, was es denn für Engel gibt, kamen schnell Antworten aus
dem Publikum. " Schutzengel, Gelbe Engel oder die eigene Frau " waren nur einige. Während die Gäste,
die neben dem eigenen Kirchspiel sogar aus Barby gekommen waren, noch überlegten, zeigte der Pastor
Engelbilder. Von modern bis antik, von Pausbäckchen bis Comic war alles dabei. Dabei findet sich in der
Bibel eigentlich kein Hinweis auf das Aussehen der Engel, wie der Pastor sogleich nachwies.
Wichtig bei allen diesen Geschichten ist vor allem die Wirkung und die Verheißungen, die die Engel als
Boten mit auf die Erde bringen. Einige dieser Dinge wurden im folgenden Anspiel der jungen Gemeinde thematisiert:
Angst nehmen, trösten, Freude bringen, beschützen. So zeigten die Jugendlichen eine Frau vor einer
Operation, eine Frau, die allein ihren 70. Geburtstag feierte oder ein Kind, das beinahe von einem Auto
überfahren worden wäre. Immer wieder gab es aber jemanden, der in dieser Situation da war.
Das wichtigste dabei wurde aber klar : Ein Engel ist nicht weiß und hat Flügel, wie das gängige
Klischee ist. Ein Engel kann jeder sein, es braucht nur die Liebe. Neben einem Holzengel bekam übrigens
jeder Gast eine Karte mit nach Hause. Unter der Überschrift " Kette der Barmherzigkeit " soll sie Menschen
Freude bringen und Freude verbreiten, auf welchem Weg auch immer.
Und so bleibt zum Schluss ein gemütlicher, besinnlicher, aber auch erlebnisreicher Abend in Erinnerung und
vielleicht die Erkenntnis : " Wenn wir von Liebe bewegt werden, können wir alle ein Engel der Liebe sein. "